Über GIB

GIB – Gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderungen – ist ein Sozialunternehmen mit Stand­orten in Berlin und Gransee, das Menschen mit Intelli­genzminderung und problematischen Ver­haltens­weisen ein zeitlich unbe­fristetes Lebens-, Wohn-, Arbeits- und Betreuungs­angebot bietet.

Sommerfest Tuchmacherweg, Berlin

Rhythmus, bei dem jeder mit muss

Die Menschen mit Intelligenzminderung

Wir fühlen uns insbesondere Menschen verpflichtet, die wegen ihrer Intelli­genz­minderung und einer psychia­trischen Er­krankung mit zum Teil extrem proble­matischen Verhaltensweisen nicht nur in der Gesellschaft, sondern häufig auch in der Behindertenhilfe selbst ausgegrenzt werden. Obwohl zu Beginn dieses Jahr­tausends der Ent­hospi­talisierungs­prozess in Deutschland abgeschlossen war, ist diese Gruppe immer wieder von einer Langzeit­hospi­talisierung bedroht.

Arbeitsförderbereich Hans-Riegler-Haus, Berlin

Präzision

Unser Ziel ist es, diesen Menschen ein dauer­haftes Zuhause zu geben und ihnen mit intensiver Betreuung und Förderung eine Teilnahme an der Gesellschaft zu er­mög­lichen.

Wohnstätten

Petra-Ramminger-Haus, Germanenstr. 27, Berlin

Es GIBt einen Ort zum Leben

Mehr über unsere Einrichtungen erfährst Du hier:

GIB bietet erwachsenen Menschen mit Intelli­genz­minderung und zusätzlicher psychia­trischer Er­krankung ein Zuhause. Diese Men­schen zeigen mit ihrem doppelten Handicap häufig schwer­wie­gende Verhaltens­auffällig­keiten. Durch fach­gerechte Betreu­ung und Förderung ermöglichen wir ihnen die Integration in die Gesellschaft ent­sprechend ihren individuellen Fähig­keiten und Bedürf­nissen.

Für diesen Zweck stehen in Berlin und Brandenburg kleine gemeinde­integrierte Wohnstätten mit eigen­ständigen Arbeits­förderbereichen zur Verfügung. Damit wird den bei uns lebenden Menschen das Zwei-Milieu-Prinzip mit Trennung von Leben, Woh­nen, Freizeit und Arbeit sowie ihre Teilhabe an der Gesellschaft garantiert.

Entsprechend unserem Bild vom Men­schen gehen wir davon aus, dass alle Menschen ein grund­legendes Recht und Bedürfnis nach sinn­erfüllender Betä­tigung und lebens­langer Entwicklung haben. Da unsere Betreuten in Werkstätten für Men­schen mit Behin­derungen über­wiegend kein Angebot finden, haben wir beim GIB allen Wohnstätten einen eigen­ständigen Ar­beits­förderbereich ange­gliedert.

Die Arbeit unserer Arbeits­förder­bereiche basiert auf einer förder-diagnostischen Grund­lage. Dies be­deutet die Orien­tierung an den Kompetenzen der Behin­derten sowie das Er­kennen besonderer Fähig­keiten und Stärken. Daraus folgt eine individuelle Gestaltung der Arbeit. Als didaktisches Grundmuster dient die situationsorientierte Methodik, her­vor­gehend aus dem Zusammen­hang von Lebens- und Lernsituationen.

Ältere Menschen mit Hilfebedarf haben neben dem Wunsch, ein selbst­be­stimmtes Leben ganz nach ihren individuellen Vorstellungen zu führen, gleich­falls ein grundsätzliches Be­dürf­nis an Teilhabe an der Ge­meinschaft.

Aus der Überzeugung, dass eine quali­tativ hoch­wertige professionelle Betreuung, Assis­tenz und Pflege die Grund­lage dafür ist, dem älteren hilfebedürftigen Men­schen diese Teilhabe an der Gemeinschaft zu gewähr­leisten, betreibt GIB in Gransee eine Seniorenwohnstätte mit 49 Plätzen.

Eine Säule unserer Betreuung ist die Biografiearbeit. Wir suchen gemein­sam mit Betreuten und Angehörigen nach Fertigkeiten, Erlebnissen und Interessen des Menschen. So können wir ihm im täglichen Umgang An­knüpfungspunkte bieten und Orien­tierung geben.

Die Tagespflege soll Angehörige von hilfe­bedürftigen Senioren soweit entlasten, dass sie in der Lage sind, diese ohne dauerhafte Über­for­derung zu Hause weiterhin zu pflegen. Ziel der Tagespflege ist zudem die Förderung der Lebens­freude, der Selbst­ständigkeit und der Mobilität der Gäste, um ihnen ein Leben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen und einer Vereinsamung entgegenzuwirken.

Grundlage unseres Betreuungs­konzeptes ist das Bedürfnis von Men­schen nach Ver­trautheit, Ge­bor­gen­heit, Sicherheit, Nähe, aber auch nach Selbst­bestimmung und dem Erhalt körperlicher und geistiger Fähig­keiten. Be­sonders Menschen mit Demenz brauchen eine klare Tages­struktur, an der sie selbst Mit­agierende sind. Anhaltspunkte für diese Struk­tur sind ihre im Laufe des Lebens entwickelten Fähig­keiten und Vorlieben, die mit Hilfe fundierter Biografiearbeit ermittelt werden.

In der Senioren-Tagespflege Gran­see werden bis zu 12 Menschen in allen Pflegegraden betreut.

Die Betreuung von Jugendlichen stellt im Vergleich zum Umgang mit Erwachsenen eine besondere An­forderung dar: Puber­tät, auf­kom­mende Sexualität, Umgang mit Süchten, Lerntherapeutisches Pro­gramm, Entwickeln einer Lebens­pers­pektive, Frei­zeit­gestaltung, das Verhältnis zu den Eltern etc. sind Bereiche, die sich von denen der Er­wach­senen­betreuung deutlich unter­scheiden.

Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass diese Menschen nicht nur im Er­wach­senenbereich, son­dern bereits in den frühen Lebensjahren ausge­grenzt wer­den und Betreuungs­angebote fehlen. Daher sehen wir uns in der Pflicht, auch diesen Jugend­lichen ein Angebot zu machen.

Im nahe Gransee gelegenen Großwolters­dorf/Wolfsruh haben wir im Mai 2019 eine Wohnstätte für Jugendliche im Alter von 13 bis maxi­mal 18 Jahren eröffnet. Die Ein­richtung befindet sich auf dem Gelände des Hauses Kienheide, welches bereits zwei Wohngruppen mit jeweils 8 Erwachsenen beher­bergt. Die Jugend-Wohngruppe be­steht aus 6 Jugend­lichen und ist vom Grad der Behinderung und der Art der psychiatrischen Erkrankung hete­rogen zusammengesetzt.

Detaillierte Informationen findest Du auf der GIB-Homepage: